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Nachbarn gegen Falschparker Hamburg

Um falsch geparkte Autos zu „bekämpfen“ lassen sich Menschen immer wieder teils lustige teils denkwürdige Aktionen einfallen, um Autofahre in ihre Schranken zu weisen. Interessanterweise sind viele eigenmächtige Parkwächter sogar trotz ihres Ärgers über Falschparker noch sehr kreativ und witzig dabei, dass man wahrscheinlich sogar als Parksünder darüber schmunzeln muss. Da wir uns bei Parkaffe ebenfalls intensiv mit dem Thema Falschparken auseinandersetzen, halten wir immer die Ohren und Augen offen, mit welchen Aktionen falschgeparkte Fahrzeuge, bzw. deren Fahrer darauf hingewiesen werden. Heute wollen wir euch einige Dinge vorstellen, die wir auf Bild.de entdeckt haben und hier in unserem Blog zusammenfassen. Danke an die Redaktion von Bild.de und natürlich auch an die vielen aufmerksamen Passanten, die die Aktionen fotografiert haben.

Hamburg – Edding und Denkzettel gegen Falschparker

Wo hört eine Straße auf und wo fängt ein Fußweg an? Einige Autofahrer scheinen das trotz eindeutiger Beschilderung, Markierung oder Bordsteinkanten nicht wahrnehmen zu können (oder zu wollen). Prompt dachte sich ein wütender Nachbar oder vorbeilaufender Passant: „Ich nehme mir mal einen Edding und markiere die Motorhaube des falschgeparkten VW Passats mit einem Stift und schreibe drauf, damit er sieht, welcher Teil seines Fahrzeugs hier falsch steht.“ So geschehen in Hamburg Rotherbaum am 31.07.2016, was von Bild.de als „Sündenbock-Linie“ scherzhaft bezeichnet wurde. Fies wird es dann, wenn der benutzte Stift nicht abwischbar ist, denn trotz der witzigen Idee kann dies schnell in eine Sachbeschädigung münden.

Hamburg – selbstgedruckter Strafzettel gegen Falschparker

Falschparker Hamburg StrafzettelImmer häufiger sieht man Denkzettel von Anwohnern und Nachbarn, die von Falschparkern genervt sind. Während eine Kritzelei mit Edding auf der Motorhaube schnell mit einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung enden kann, so ist ein selbstgedruckter Strafzettel wohl kaum zu ahnden, dürfte jedoch ebenso die Aufmerksamkeit des Fahrzeughalters erregen. Ein anderer Falschparker in Hamburg hatte hinter dem Scheibenwischer einen Zettel mit folgender Aufschrift kleben:

Dies ist kein Strafzettel, aber wenn es nach mir gehen würde, sollten Sie 2 bekommen! Durch Ihr absolut idiotisches, egoistisches und rücksichtsloses Parken:

beanspruchen Sie einen Platz, der für deutlich mehr Autos reichen würde,

gefährden Sie andere Verkehrsteilnehmer,

nerven Sie Fußgänger und Radfahrer,

merkt man, dass Sie entweder eine Frau sind oder einfach nicht parken können.

Da dieser Zettel wahrscheinlich nicht fruchtet, verabschiede ich mich nun und wünsche Ihnen baldigst einen Motorschaden um 23 Uhr auf einer einsamen Landstraße bei -20°C und Windstärke 12.

Auch in anderen Städten wie Bornheim, Bielefeld, Frankfurt oder Bremen sind Passanten und Nachbarn sehr kreativ bei der Gestaltung eigener Strafzettel gegen Falschparker (Quelle: Bild.de). Hier noch einige weitere Beispiele mit den Aufdrucken wie „Trottel!!!“, „Kotz-Brocken“, „Gefällt Ihnen die Straße nicht oder warum stehen Sie hier?“ oder „Du kannst zwar so parken… aber dann isses halt kacke! Ist das morgen auch noch so, ruf ich das Ordnungsamt an! Viele Grüße, ein Nachbar“.

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Fazit

Wer sein Auto falschparkt, ob bewusst oder unwissend, der muss mit einer gewissen Reaktion der Anwohner rechnen, die sich dadurch genervt oder eingeschränkt fühlen. Ein Denkzettel in Form von Edding-Kritzelein auf der Motorhaube ist da sicherlich eine Extremform und dürfte den Autofahrer wohl ins Mark treffen. Wer dabei erwischt wird, dürfte allerdings mit einer Anzeige rechnen. Selbstgedruckte Strafzettel mit einen entsprechenden Hinweis sind da schon rechtlich unbedenklicher. Jedoch sind diese mit nur einem Handgriff entfernt und der Lernfaktor der Parkidioten dürfte hier nur eingeschränkt erreicht werden. Unser Tipp: mit den Parkaffe-Aufklebern gegen Falschparker hat man die perfekte Alternative gegen Parksünder in der Hand. Der Halter muss sich deutlich mehr Zeit nehmen, um die Aufkleber zu entfernen als bei einem kleinen, hinter den Scheibenwischer geklemmten Zettel und eine Sachbeschädigung ist hier ebenfalls nicht erfüllt, da die Sticker sich rückstandsfrei (z.B. mit Aufkleberentferner) entfernen lassen.

1 Comment
  1. Reply Martin 9. Februar 2017 at 15:27

    Ich ärgere mich auch ständig — aber das Frauenklischee beim „Strafzettel“ zu bemühen ist genau so woe flach zu parken: „Einfach dämlich!“

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